Ach, die arme Medienbranche - doch siehe: Hilfe kommt bald

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Was FKTG-Mitgliedern im Internet aufgefallen ist ...
Montag, 14. Dezember 2015

... und zwar passenderweise direkt aus Deutschlands heimlicher Verlagshauptstadt Hamburg. Jakob Steinschaden von den Netzpiloten beleuchtet in einem Interview eine Initiative von den Next Media Accelerators, die Startups aus der Medienbranche auf die Füsse stellen will. Unterstützt wird die Initiative von großen deutschen Verlagshäusern, unter anderem auch aus Hamburg, sowie Global Playern wie Google oder Amazon.

Gesprächspartner im Interview ist Dirk Herzbach, von den Next Media Accelerators.



Sehr lesenswert das Interview, sowohl in den Zeilen als auch zwischen den Zeilen. Einesteils können Startups aus der Medienbranche ganz sicherlich gutes Kapitel zur Etablierung ihrer Wertschöpfung und zur Minderung der Selbstausbeutung gebrauchen zum anderen aber könnte Vorsicht geboten sein. Denn die Initiative wird interessanterweise von einer Investorengruppe klassischer Verlagshäuser wie Axel Springer, Gruner & Jahr, und Die Zeit unterstützt, die selber mit den Folgen der progressiv galoppierenden Medienkonvergenz zu kämpfen haben.

Es klingt geradezu altruistisch: Für die in der Regel pauschal veranschlagten 10 Prozent der Firmenanteile erhalten die Startups immerhin 500.000 Euro und die Newcomer können natürlich auch das Netzwerk der Geburtshelfer nutzen. Prima? Oder etwas nicht?

Im Interview (der Link oben) nennt Dirk Herzbuch zwei Primärmotive für das Engagement: Klar, einmal das Return of Investment und dann ehrlicherweise auch das der Ideenfindung. Denn nichts braucht die kränkelnde Verlagsbranche mehr als neue, progressive Ideen und die bekommen sie mit jeder Bewerbung eines Startups frei Haus, auch dann, wenn es nicht zur einer Firmenbeteiligungsofferte kommt.


Gefunden und kommentiert von  wof 


Unten: "Driving Change in Media" Vortrag (deutsch) von next media accelerator.


Quelle: YouTube/medienportal.tv