Baustelle Urheberrecht

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Was FKTG-Mitgliedern im Internet aufgefallen ist ...
Samstag, 25. Januar 2014

Eine große Baustelle auch im Jahre 2014 betrifft die Änderung des Urheberrechtsgesetzes. Da mischen in der Zwischenzeit schon so viel Gruppen und Lobbyisten mit, dass man fast jeden Tag irgendetwas Gegensätzliches lesen kann. Überwiegend geht es doch vor allem um Geld, Geld, Geld. Es kann nach meiner Ansicht sicher nicht der Sinn sein, irgendjemandem seine Tantiemen streitig machen zu wollen oder zu kürzen. Es muss doch aber endlich auch gewährleistet sein, dass man nicht dauernd in rechtliche Grauzonen gelangt und es einem passieren kann, dass man irgendwelche Bilder, Videos usw. an denen noch irgendjemand Rechte drauf hat ins Web stellt, und sich dann mit Rechtsanwälten um Abmahngebühren streiten muss. Wesentlich ist, dass ein fairer Ausgleich zwischen Nutzern (!) und Urhebern möglich wird. Und da gibt es ja durchaus interessante Denkmodelle – aber jeden Tag andere dagegen.

Mir hat die Rede von Amelia Andersdotter auf dem Bundesparteitag 2014 der Piraten gefallen, auch wenn sich diese Partei durch viele unsinnige Dinge selbst ins parlamentarische Aus befördert hat. Die Europa-Abgeordnete der schwedischen Piratenpartiet sagte „das Urheberrecht, so wie es jetzt beschaffen ist, ist kein passendes Instrument für Europa, und es kein Instrument für das Jahr 2014. In seiner bestehenden Form ist es vollkommen inkompatibel zu den europäischen Ideen von Dezentralisierung, kultureller Vielfalt und Kooperation und dergleichen. Wir können Europa für uns nicht gestalten, wenn wir andauernd von einem rechtlichen Rahmen gebremst werden, der für eine wesentlich zentralisierte organisierte Ordnung geschaffen wurde. Ihre gesamte Rede findet man im Düsseldorfer Abendblatt http://goo.gl/WJAoQy.

(bol)