FKTG.ORG Interaktiv: Teil 3

Zielgruppenabhängige Anwendungsszenarien der Community-Funktionen


Im ersten Teil (FKT 10/2014) dieser Artikelserie über die Entwicklung der fktg.org zu einer Community-Plattform haben wir die neuen Community-Funktionen vorgestellt und sind im 2. Teil (FKT 11/2014) dann auf deren praktische Handhabung eingegangen. In diesem abschließenden dritten Teil zeigen wir weitere Möglichkeiten, wie einzelne MItglieder, aber auch Ziel- oder Interessensgruppen der FKTG die Community-Funktionen nutzen können.


Viele Mitglieder der FKTG gehören einer vereinsinternen Interessens- oder Zielgruppe an, seien es nun die Mitglieder einer Regionalgruppe, die Regionalgruppenleiter, die Hochschullehrer und studentischen Mitglieder des Vereins, die Förderfirmen und nicht zuletzt auch die Vereinsverantwortlichen, die zunehmend nicht nur organisatorische Aufgaben über die Funktionen der Plattform wahrnehmen.

Wie also könnten diese Gruppierungen die sozialen Community-Funktionen nutzen, im Sinne einer stärkeren Wahrnehmung der eigenen spezifischen Interessen? Was sich immer anbietet ist der Multiblog (vgl. auch Teil 1 der Artikelserie) als zentrale Anlaufstelle für eigene Beiträge, seien sie nun fachlicher oder mehr persönlicher Art.

Anwendungsszenarien: Multiblog

  • Regionalgruppenleiter könnten in diesem Contentbereich beispielsweise in der Vor- und/oder Nachbereitung ihrer Regionalveranstaltungen (ausführlicher) von diesen Treffen berichten und den Artikel mit ihrer Regionalgruppenprofilseite verbinden. Szenario: Wenn Referenten Folienvorträge der Regionalgruppe oder allen Besuchern der Plattform zur Verfügung stellen, kann im Multiblog darauf aufmerksam gemacht werden und per Download-Link darauf verwiesen werden. Auf diese Weise würden die Aktivitäten einer Regionalgruppe auch überregional besser zur Kenntnis gebracht werden können

  • Hochschulangehörige finden im Multiblog eine Publikationsmöglichkeit beispielsweise auch für Seminarbeiten. Ein mögliches Szenario: Ein studentisches Mitglied der FKTG hat eine Seminararbeit geschrieben und berichtet im Multiblog informell über die Ziele und Inhalte der Arbeit. Zugleich stellt er diese Arbeit den FKTG-Mitgliedern zum Download zur Verfügung und vergisst auch nicht, sie in der Wissensbank zu bibliographieren.

  • Förderfirmen der FKTG können den Multiblog für eigene redaktionelle Beiträge, die auch Produkte und Dienstleistungen betreffen können, nutzen. Ein mögliches Szenario: Den Multiblog als Multiplikationsfläche für das Storytelling nutzen. Das Storytelling ist eine besonders bei englischsprachigen Unternehmen vielfach genutze Marketingmethode, bei der mit interessanten, weil persönlich gefärbten Geschichten rund um die eigene Unternehmung oder das Produkt intensivere Beziehungen zu den Kunden aufgebaut werden können (siehe z.B. Heike Thormanns Artikel zu diesem Thema: http://www.kreativesdenken.com/artikel/storytelling-im-marketing.html )

  • Für Mitglieder der FKTG, die keiner der o.g. Zielgruppen angehören eignen sich die Community-Funktionen beispielsweise für das persönliche Reputationsmanagement und Networking. Szenario: Man berichtet immer wieder einmal über Wissenswertes aus dem eigenen beruflichen Umfeld oder über interessante "Fundstellen". Parallel dazu baut man die eigene Profilseite auf der FKTG (vgl. "Who is Who", Teil 2 dieser Artikelserie) zu einem eigenen Contentbereich aus. Wird dann auch noch das Diskussionsforum der FKTG.ORG aktiv genutzt, entsteht Schritt für Schritt eine eigene fach- und berufsbezogene virtuelle Identität, die von einer potentiell großen Leserschaft auch wahrgenommen werden kann.

 

Anwendungsszenarien: FKTG-Forum

Aus der Perspektive des Community-Managements ist das Fachforum der FKTG potentiell in der Lage, Content mit Usern zu verbinden, so daß die Teilnehmer über die Forenbeiträge miteinander ins Gespräch kommen. Anlässe für Forenbeiträge gibt es viele: Interessante FKT-Artikel, Neuerscheinungen von Fachbüchern, Hinweise und Berichte von Branchenevents, Erfahrungen im Umgang mit neuen Produkten, persönliche berufliche Veränderungen, Ankündigungen von Seminaren (in Ergänzung zum Eventkalender), kritische Reflexion von Branchentwicklungen usw.

Aber nicht nur für die einzelnen Mitglieder sind Foren interessant, sie gewinnen oft auch für Unternehmungen und die Institutionen, die das Forum betreiben, an Bedeutung. Vivian Pein, die Autorin des Standardwerkes "Der Social Media Manager" schreibt:

"Sie sind der Meinung, Foren sind zu antiquiert, um relevant für ihre Social-Media-Strategie zu sein? Ich könnte wetten, damit liegen Sie falsch. Foren sind eine gute Quelle für ehrliche, ungefilterte Meinungen über ihre Produkte und Dienstleistungen... (Quellangaben: Siehe Eintrag in der der FKTG-Wissenbank).

Aus diesem Grunde setzen immer mehr Unternehmen auf aktives Social-Media-Monitoring. Über Forensuchmaschinen und Forenverzeichnisse wird das Internet systematisch dahingehend untersucht, welche Akzeptanz die eigenen Produkte, Dienstleistungen, Events und Fachbeiträge erfahren. Gewünschte Nebenwirkung: Durch das Social-Media-Monitoring wächst mit dem Bekanntheitsgrad des Forums der Bekanntheitsgrad des Forenbetreibers: über das Forum wird sein ureigenes Projekt unter die Leute gebracht. Mit anderen Worten: Aus der Sicht einer Unternehmensleitung kann ein Forum als strategisches Marketing-Instrument zur Realisierung des eigenen Vereins- oder Geschäftszwecks eingesetzt werden.

Anwendungsszenarien: Interne Kommunikation

Warum wird man Mitglied einer Online-Community? Untersuchungen (vgl. "Ausblick", unten) haben ergeben, dass entgegen weit verbreiteten Vorstellungen meistens nicht das informatorische Interesse ausschlaggebend für eine Mitgliedschaft, sondern das Bedürfnis nach sozialer Interaktion. Dazu möchte man natürlich mehr über die Mitglieder einer Plattform erfahren oder formlos mit anderen Mitgliedern kommunizieren. Neben dem klassischen E-Mailverkehr bietet sich hier beispielsweise die neue Community-Funktion "Private Nachrichten" an, die nach dem Einloggen in der rechten Spalte des User-Menüs aufrufbar ist (vgl. Teil 2 der Artikelserie).

In Planung: Zielgruppenabhängige Recheche. Durch ein ausgefeiltes Rechtemanagement wird die FKTG.ORG ihren Mitgliedern die Möglichkeit, genau das anderen Mitgliedern oder auch Besuchern der Plattform mitzuteilen, was man mitteilen möchte, nicht mehr und nicht weniger. Anwendungsszenarium: Als studentisches Mitglied möchte ich herausfinden, wer noch auf der Plattform zur der Zielgruppe der Studenten gehört, um gegebenenfalls Kontakte aufzubauen. Als Angehöriger der Regiongruppe München könnte mich interessieren, wer sonst noch Mitglied dieser Regionalgruppe ist. Als Hochschullehrer möchte ich mich vielleicht mit anderen Hochschullehrern über problematische Entwicklungen der Alma Mater austauschen. Dies alles sind Beispiel für die zielgruppenabhängige Recherche, die  für die Mitglieder der Plattform im Frühjahr 2015 nutzbar gemacht werden.

In Planung ist auch eine nochmalige Erweiterung der Mitgliedersuche: Man wird als Mitglied der FKTG.ORG spezifische Interessen angeben können (nicht müssen!) die von anderen Mitgliedern dann recherchert werden können. Auf diese Weise werden die Rahmenbedingungen geschaffen, dass so etwas wie "clusters of interest" innerhalb der FKTG-Community entstehen können, das wären dann rein interessengesteuerte und nicht formal organisierte Gruppierungen, mit denen auf der fktg.org dann echtes Knowledge-Sharing möglich wird.

Neu: Der "Activity-Stream" (aufrufbar für eingeloggte Mitglieder im Multiblog)

Eine große Webpräsenz wie die FKTG.ORG verändert sich ständig, und zwar oft an für die Nutzer nicht unmittelbar einsehbaren Orten. Firmen schreiben Stellenangebote aus, Studenten suchen Praktikumsplätze, das Mitglied XY hat einen Forenbeitrag geschrieben, in der Wissensbank ist ein neuer Eintrag platziert worden, ein Regionalgruppenleiter kündigt ein neues Event an, ein neues Mitglied stellt sich im "Who-is-Who"-Bereich vor usw.

Selbst die Websitesuche hilft hier nicht wirklich weiter, da man ja nicht weiss, was sich Neues getan hat und daher auch nicht gezielt suchen kann.

Hier hilft der neue "Acitvity-Stream" auf der FKTG.ORG, der ab dem 1. Dezember für die eingeloggten Mitglieder freigeschaltet wird. Anhand einer übersichtlichen Liste (Fachjargon: "View") kann der eingeloggte User auf einen Blick überschauen, was sich wo und wann auf der Plattform ereignet hat. Wenn das Profilbild des Urhebers eines Beitrags vorhanden ist, wird es angezeigt, direkt daneben gibt es eine Kurzinformation über den Beitrag, nebst Link zum Beitrag mit Erscheinungsdatum.

 

Ausblick

In dieser Artikelserie "FKTG.ORG Interaktiv: Die Community-Funktionen der Plattform" konnten längst nicht alle jetzt realisierbare Anwendungsszenarien beschrieben werden. Richtig spannend wird es dann aber, wenn einzelne Mitglieder und Gruppierungen innerhalb der FKTG.ORG die interaktiven Möglichkeiten der Plattform für sich entdecken und vielleicht in ganz anderer Weise als hier beschrieben, zu nutzen beginnen. Die FKTG.ORG jedenfalls ist so strukturiert, dass ihre Mitglieder sie auch mitgestalten können. Eine kommentierte Linkliste zu den Themen dieser Artikelserie (Community-Funktionen, Social Media, Storytelling etc.) findet sich auf https://www.fktg.org/node/7620


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