Any Content – Any Screen. Audiorendering für die verschiedenen Wiedergabesituationen

Vortrag 62: Peter Pörs - Jünger Audio

Die Vielfalt der Distribution der audiovisuellen Medien wird immer größer. Der umfassende Digitalisierungsprozess der Medien ist in vollem Gange. Damit einhergehend gibt es auch sehr verschiedene Anforderungen an Qualität und Lieferformate für Ton und Bild. Das erhöht auch den Druck auf die Produzenten und Lieferanten, alle diese Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Für den bildbegleitenden Ton sprechen wir von „Next Generation Audio“ - 3D Audio und objektbasiertes Audio sind damit gemeint. Das bringt auch ganz neue Anforderungen an die Tonproduktion. Die neuen Formate müssen zuerst richtig verstanden werden und es gilt, effiziente Produktionsmethoden und auch Werkzeuge zu entwickeln, die den neuen Formaten gerecht werden.

Dann gilt es zu bestimmen, mit welchen Technologien diese Programme auf den verschiedenen Plattformen geliefert werden können. Hierbei spielen metadatenbasierte Codec-Systeme eine große Rolle. Doch es wird auch zu untersuchen sein, in wie weit metadatenfreie Verfahren zum Einsatz kommen können. 

Die neuen NGA-Formate erfordern einige Änderungen in der Produktionskette. Die Live-Produktion insbesondere steht vor neuen Herausforderungen. Produktionen mit filebasierter Nachbearbeitung können hier eher auf eine Vielzahl von Offline-Bearbeitungsangeboten hoffen. VR und AR im Segment der elektronischen Spiele werden ebenso Treiber der neuen Technologien.

Neue Methoden zur Bearbeitung der vorhandenen Archivbestände sind zu entwickeln, die die Vorteile der neuen Audioformate nutzen und unterstützen und ihre Verbreitung auf den neuen Wegen mit maximaler Qualität und hohem Erlebnisfaktor ermöglichen. Das alles bei hoher Effizienz und möglichst automatisiert.

Die neuen Audioformate bieten eine neue Qualität des Hörerlebnisses und die Benutzung von Up- und Down-Rendering werden unverzichtbare Bestandteile für die Produktion und die Kontrolle der Audioprogramme. Audio Rendering wird auch zum wesentlichen Schritt bei der Erzeugung des Audioformats zur Wiedergabe auf der Zielplattform.

Die Präsentation wird neben der Diskussion der neuen Formate einige neue technologische Ansätze auf diesem Feld darstellen


Über Peter Pörs

Nach dem Abschluss des Studiums der Elektroniktechnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin 1988 habe ich meine professionelle Tätigkeit in der ostdeutschen Medienindustrie beim VEB Deutsche Schallplatte begonnen und dort die digitale Aufzeichnungstechnik betreut.

Von 1990 bis 1994 war ich bei der Firma Sony Broadcast & Communications im Bereich Professional Audio beschäftigt. Beginnend mit dem Jahr 1995 wechselte ich zur Firma Jünger Audio-Studiotechnik GmbH. Ich war über 10 Jahren als Geschäftsführer für die Firma Jünger Audio tätig und betreue nun den Bereich der Geschäftsentwicklung.

Ich bin Mitglied in einigen nationalen und internationalen Fachorganisationen und habe darüber hinaus aktiv in der Gruppe EBU PLOUD und auch bei der ATSC TG1 bei der Ausarbeitung audiobasierter Themen teilgenommen (Dynamikbearbeitung, Lautheit, Surround Audio, 3D Audio).