Die Fernseh- und kinotechnische Gesellschaft trauert um Prof. Dr. – Ing. Franz Stollenwerk

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Völlig unerwartet bekam die Fernseh- und kinotechnische Gesellschaft Kenntnis über das Ableben von Prof. Dr. – Ing. Franz Stollenwerk, der sich in besonderer Weise um unsere Fachgesellschaft verdient gemacht hat.

Der 1948 in Düren geborene Franz Stollenwerk kam früh durch sein elterliches Radio- und Fernsehgeschäft mit Radio, Funk und Fernsehen in Kontakt. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er mit dem Studium der Nachrichten- und Kommunikationstechnik an der FH Aachen, um nach seinem Abschluss in 1973 Planungsingenieur beim WDR zu werden.

Das weiterführende Studium an der TU Berlin schloss er mit dem Diplom 1977 ab und begann danach seine „HDTV-Forscherjahre“ als Assistent von Prof. Wendland an der Technischen Universität Dortmund, die 1985 durch die Promotion zu einem erfolgreichen Abschluss führten.

In seiner darauffolgenden Tätigkeit als Leiter der Sendetechnik beim NDR hat Franz Stollenwerk maßgeblich an der Entwicklung und öffentlich wirksamen Vermarktung des Radio Data Systems RDS mitgewirkt. Als Haupt-Promotor konnte er während der IFA 1987 dem damaligen Bundespostminister Schwarz-Schilling das RDS vorstellen.

An die TH Köln wurde Franz Stollenwerk 1989 als Professor für Videoproduktionstechnik berufen, an der er vor der organisatorischen Neuorientierung der TH Köln bis 2002 auch Dekan des Fachbereichs Photoingenieurwesen und Medientechnik war. Dem Senat der TH Köln gehörte er bis 2008 an. Während seiner gesamten Lehrtätigkeit betreute er 375 Abschlussarbeiten.

In über 30 Veröffentlichungen und zahllosen Vorträgen hat sich Franz Stollenwerk schon sehr früh dem Thema HDTV gewidmet, was seinen gesamten beruflichen Lebensweg begleitet hat. Hier sei beispielhaft die HDTV-Experimentalproduktion „Soulful Seas“ benannt, die 1992/93 in Zusammenarbeit mit High-Definition Oberhausen durchgeführt wurde.

Aufgrund seiner vielen Tätigkeiten wurden Franz Stollenwerk auch viele Ehrungen verliehen. Besonders erwähnenswert sind die Verleihung des Eduard-Rhein-Preises und des Preises der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG).

Verbandsarbeit war für Franz Stollenwerk immer wichtig. Nach seiner Zeit als Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der SMPTE und des ZIM (Zentrums für Interaktive Medien) konnte Franz Stollenwerk in 2000 als Leiter der FKTG Regionalgruppe in Köln gewonnen werden. Der besondere Dank der FKTG geht an unser Ehrenmitglied Franz Stollenwerk, weil er außergewöhnlich aktiv die Regionalgruppe Köln unterstützt und vorangebracht hat.

Die Fernseh- und kinotechnische Gesellschaft trauert um Prof. Dr. – Ing. Franz Stollenwerk und würdigt seine langjährigen Verdienste um unsere Fachgesellschaft. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.

Prof. Dr. – Ing. Michael Silverberg, TH Köln

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