Digitale Räume und Zielgruppen der Zukunft

Beiträge von FKTG-Mitgliedern - Für die Inhalte sind die Autoren verantwortlich

Am 29. Oktober sind die 35. Medientage München zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter nahmen über 9.000 Besucher:innen persönlich oder online via Livestream an der Veranstaltung teil, die in diesem Jahr unter dem Motto „New Perspectives“ stand.

Inhaltlich nahm der digitale Strukturwandel der Medienbranche aus technologischer und sozial-gesellschaftlicher Sicht großen Raum ein. Dies spiegelte sich sowohl bei den Vorträgen und Gesprächsrunden als auch in den Themenbereichen der Ausstellung wider.

So wurden etwa in der XR Area aktuelle Entwicklungen und Projekte rund um die Themen Augmented, Virtual oder Mixed Reality erlebbar gemacht (FKTG berichtete). Daneben griffen verschiedene Masterclasses XR in seinen vielen Facetten auf.

Eines der Schlagwörter der Stunde, das Metaverse, durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Nicht erst seit Mark Zuckerberg die Umbenennung seines Unternehmens in Meta verkündet hat, um ein eigenes Metaverse aufzubauen, ist die Verbindung zwischen realer und virtueller Welt ein Thema, das Medien- und Zukunftsforscher verschiedener Fachbereiche bewegt. Doch wie erreichen eigentlich Medien in dieser hybriden Zukunft ihre Zielgruppen und wer sind diese eigentlich?

Stichwort "Metaverse": Wie erreicht man als Medienunternehmen Zielgruppen in Zukunft?

Diese Frage stellte sich Vanessa Beule, Innovationsmanagerin beim WDR Innovation Hub, die im Rahmen einer Paneldiskussion auf den Medientagen München den Zukunftsreport des WDR zur „Generation Alpha“ vorstellte. „Generation Alpha“ beschreibt alle ab 2010 Geborenen. Als fortgeschrittene „Digital Natives“ sind diese „Alphas“ bereits mit Smartphone, Tablet & Co. aufgewachsen.

Für den Zukunftsreport des WDR wurden drei „Personas“ entwickelt, die durch den nahezu vollständig digitalen Alltag im Jahr 2035 begleitet werden. In dieser Zeit gibt es laut Report weder TV noch Smartphone, stattdessen ist ein KI-gestützter „virtueller Assistent“ im Alltag immer mit dabei. Unterschiedliche Endgeräte dienen dazu, quasi jederzeit Daten empfangen oder selbst zu senden. Zum Beispiel sollen sich Alltagserlebnisse mit dem „Eye Glass“ festhalten und direkt live streamen lassen. Ferner sind virtuelle Reisen möglich und auch das Sozialleben findet noch digital vernetzter statt.

Die drei unterschiedlichen Personas sollen unterschiedliche Lebenswelten repräsentieren. Mehr Informationen zum Projekt „Generation Alpha – die Nutzer:innen der Zukunft“ sowie ein Download des vollständigen Zukunftsreports sind auf der Website des WDR verfügbar.

Medientage München zum Reinhören

Eine tageweise Zusammenfassung aller Themen der Medientage 2021 lässt sich Nachhören: Der Podcast der Medientage München produziert darüber hinaus regelmäßig Content zu aktuellen Themen, die die Medienwelt bewegen.


Bildquelle: ImaArtist/Pixabay

Weitere Beiträge von FKTG-Mitgliedern