Projekt 5G TODAY

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Was FKTG-Mitgliedern im Internet aufgefallen ist ...
Dienstag, 17. April 2018

MÜNCHEN Bayerns Wirtschafts- und Technologieminister Franz Josef Pschierer hat heute den Förderbescheid der Bayerischen Forschungsstiftung für das Forschungsprojekt 5G TODAY übergeben. Pschierer: „5G ist eine Schlüsseltechnologie für zahlreiche digitale Anwendungen der Zukunft: Vom autonomen Fahren bis hin zum Internet der Dinge, überall wo Vernetzung und schneller Datenaustausch eine Rolle spielen wird der neue Netzstandard eine zentrale Rolle spielen. Mit dem Forschungsprojekt 5G TODAY untersuchen wir das Potenzial von 5G im Bereich der Verbreitung von Medieninhalten. Wir führen Rundfunkübertragung und Mobilfunk innovativ zusammen. Damit soll bei wesentlich effizienterer Übertragungstechnik die Qualität von TV-Übertragungen und Medienangeboten auf Smartphones und Tablet-PCs erhöht werden.“

Michael Hagemeyer, Direktor und Geschäftsführer des Instituts für Rundfunktechnik: „Wir freuen uns über die Möglichkeit, im Projekt 5G TODAY die im letzten Jahr erfolgte Standardisierung eines Rundfunkmodus für das Netz der Zukunft jetzt in der Praxis testen zu können. Ein globaler Standard wie 5G hat ein signifikantes Potenzial für die Medienbranche. Mit Smartphones, Tablet-PCs und zukünftig auch mit 5G-Devices beim automatisierten Fahren werden wir Medieninhalte weit umfassender als heute unterwegs nutzen können.“

Ralf Exler, Leiter Innovationsmanagement bei Kathrein: „Speziell junge Menschen wollen Rundfunkinhalte auf allen Endgeräten empfangen. Dem Projekt 5G TODAY kommt eine wichtige Rolle beim Zusammenwachsen von Rundfunk und Mobilfunk zu, das konvergente Netz rückt damit ein Stück näher."

Manfred Reitmeier, Senior Director R&D Transmitter Systems von Rohde & Schwarz: „Der 5G-Standard bietet die einzigartige Chance, die Stärken der Rundfunkübertragung mit den breiten Möglichkeiten des Mobilfunks intelligent zu verknüpfen. Wir beteiligen uns mit unserer technologieführenden Kompetenz sowohl in der terrestrischen Sendertechnik als auch der Mobilfunk-Messtechnik aktiv an diesem zukunftsweisenden Forschungsprojekt, um damit die Basis für eine effiziente Übertragung von Medieninhalten auf mobile und portable Endgeräte zu schaffen.“

Mit dem Projekt 5G TODAY wird im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld errichtet, das große und kleine Senderzellen kombiniert, um identische Medieninhalte gleichzeitig – und damit effizient – an viele Empfänger zu verteilen. Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk, unter anderem vom BR-Sendestandort am Wendelstein und weiteren Sendestandorten im Raum München, gleichzeitig abgestrahlt. Bisher läuft der TV-Empfang für Mobilfunknutzer über deren Internetverbindungen, da Mobilgeräte in der Regel keinen integrierten Rundfunkempfänger enthalten. Wenn nun auf vielen Mobilgeräten z.B. ein live gestreamtes Fußballspiel gesehen wird, dann muss vom Sender zu jedem einzelnen Mobilgerät eine eigene Internetverbindung unterhalten werden. Diese vielen Einzelverbindungen benötigen bisher eine hohe Bandbreite, obwohl der Inhalt identisch ist.

Geleitet wird das Projekt vom Institut für Rundfunktechnik, Projektpartner sind die Unternehmen Kathrein und Rohde & Schwarz. Unterstützt wird das Projekt zudem von Telefónica Deutschland und dem Bayerischen Rundfunk. Die erste Test-Ausstrahlung ist für Ende 2018 vorgesehen.


Pressemeldung des STMWI (Bayern) eingegangen bei wof