S. Breide; H.-H. Gaus: Der Beitrag beschreibt ein neu durch die Deutsche Telekom AG in Zusammenarbeit mit der Universität Dortmund und der VidiSys, Sauerlach, entwickeltes Verfahren zur einkanaligen Übertragung von stereoskopischen Bewegtbildern, das inzwischen als Produkt verfügbar ist. Das Verfahren beruht auf einer mehrdimensionalen Filtertechnik und Abtastratenkonversion durch Offset-Abtastung und wurde für die einkanalige hochqualitative Stereobildübertragung innerhalb des Studios und für die Aufzeichnung optimiert. Damit steht erstmalig ein Verfahren zur Verfügung, das die unmittelbare Nutzung einer bestehenden digital-seriellen Studio- Infrastruktur für stereoskopische Videoproduktionen erlaubt. Eine entsprechende Einbindung in ein digitales Studio nach dem DSC-Standard ist durch die bereitgestellten Schnittstellen nach ITU-R 656 (SMPTE 259M) einfach möglich. So können die üblichen Nachverarbeitungsschritte mit der selben Gerätetechnik durchführt werden, wie bei einer traditionellen Produktion. Die technischen Randbedingungen und die Kosten einer stereoskopischen Videoproduktion werden so erheblich gesenkt. Es ist ferner eine unmittelbare Überwachung des stereoskopisch produzierten Programm-Materials möglich, was die Abläufe der Nachverarbeitung deutlich vereinfacht...
