"Hellraum"-Projektion: Bildqualitätsoptimierung durch Gradationsvariation

Ingo Wolf: Bei der elektronischen Bildübertragung ist bezüglich der elektro-optischen Signalwandlung die Normung der Übertragungskennlinie zu beachten, die aus historischen Gründen auf der CRT-Technik basiert. Die vorgeschriebene Kennlinie (Gradationskurve) muss bei modernen Wiedergabedisplays und Videoprojektoren mit hohem Schaltungsaufwand nachgebildet werden. Unter realen Betrachtungsbedingungen wird die resultierende Kennlinie durch Streulichteinfluss verfälscht. Im Beitrag wird über eine Möglichkeit zur teilweisen Kompensation dieser Erscheinung durch eine streulichtabhängige Gradationskorrektur berichtet. Die Verbesserung der Bildwiedergabe bei Projektionen unter Hellraum-Bedingungen wurde analytisch und experimentell bewiesen. Die ermittelten Werte zur Veränderung des Gradationskoeffizienten in Abhängigkeit vom relativen Streulichtanteil auf der Bildwiedergabefläche ergaben eine wahrnehmbare Verbesserung der Bildwiedergabe insbesondere bei dunkleren Bilddetails. Die erforderliche Gradationsveränderung ist bei Bekanntheit der Bildleuchtdichte des Weißfelds und der Streulichtleuchtdichte berechenbar. Die Anwendung dieses Verfahrens ist geeignet für Projektierung/Betrieb von Großbildvideoprojektionen und Videokonferenzen.

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