Neue Entwicklungen in der skalierbaren Videocodierung

J.-R. Ohm: Skalierbare Videocodierung ist attraktiv, weil sie es erlaubt, ohne erneute Codierung oder Transcodierung Bitströme zu erzeugen, aus denen sich das Signal mit einer geringeren Auflösung (örtlich, zeitlich) oder mit einer geringeren Qualität decodieren lässt. Das erlaubt insbesondere einfache Implementierungen bei der Adaption an Netzwerk- und Terminal-Eigenschaften. Verschiedene Modalitäten der Skalierbarkeit wurden bereits in Videocodierstandards seit MPEG-2 definiert, stellten sich aber in der Praxis als wenig brauchbar heraus, da in der Regel die Kompressionsleistung unter der Einführung der zusätzlichen Skalierbarkeits-Funktionalität litt. Der Beitrag gibt einen Einblick in das zugrunde liegende Problem der Drift zwischen Codierer und Decodierer und beschreibt neuere Entwicklungen, mit denen sich die Kompressionsleistung entscheidend steigern lässt. Zurzeit wird ein derartiges leistungsfähiges skalierbares Videocodec als Erweiterung des AVC/H.264-Standards spezifiziert.

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Scalable Video Coding (SVC) allows bit streams for lower-resolution(spatial, temporal) or lower-quality decoding to be generated by simple truncation, without requiring transcoding. SVC allows very simple implementation when adaptation of video content for specific network and terminal characteristics is required. Earlier video coding standards starting from MPEG-2 were defined at various levels of scalability but in practice many levels were rarely used as compression efficiency was severely penalised. This paper outlines the problem of drift that occurs between encoder and decoder in the motion-compensated prediction loop implemented in most modern video codecs. Newer developments are described which overcome or at least limit this problem. Technology of this type is currently implemented as a scalable extension to the AVC/H.264 standard.